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Pressespiegel - 08.05.2026

Der härteste Wacker-Test vor dem Aufstieg

Autor: Daniel Lenninger, Medium: Tiroler Tageszeitung

Bald-Zweitligist bekommt es heute mit Imst zu tun – formstarke Oberländer führen die Rückrundentabelle an.
 
Gut ausschauen im heutigen Fußball-Westliga-Hit beim überlegenen Leader FC Wacker (19.30 Uhr) ist das Motto von Imst-Leistungsträger Thomas Kofler. Optisch sollte das der gestrige Friseurbesuch gewährleisten. Sportlich verschafften sich die Oberländer zuletzt eine breite Brust, um heute im Tivoli-Stadion nicht wie das Kaninchen vor der Schlange zu erstarren. 

„Wir haben uns in das Topspiel hineingespielt und uns das verdient“, blickt Kofler auf das Frühjahr mit acht großteils überzeugenden Siegen aus zehn Spielen zurück. Die Erfolgsbilanz spülte den Vizemeister sogar an die Spitze der Rückrundentabelle. Drei Punkte vor FC Wacker (ein Spiel weniger) könnte Imst den Bald-Zweitligisten in der zweiten Saisonhalbzeit übertrumpfen. 

„Ihr Aufstieg ist so gut wie fix. Aber ich glaube schon, dass es ein kleiner Wermutstropfen für den FC Wacker wäre, wenn in der Rückrundentabelle ein Team vor ihnen landet“, betont Kofler, der über den Lauf des Liga-Vierten sagt: „Wir hatten im Herbst viele Ausfälle, im Frühjahr sind wir einfach in einen Flow gekommen.“ 

Eine Wacker-Rückkehr von Kofler soll vor der Saison ein heißes Thema gewesen sein, der 27-Jährige blieb letztlich aber in Imst. Dass es heute – wie für einige weitere Imster mit Wacker-Vergangenheit (u.a. Jamnig, Jakubov, Krismer) – sein letztes Spiel im Tivoli-Stadion sein könnte, ist dem offensivstarken Linksverteidiger (fünf Tore) bewusst: „Wir wollen ein super Spiel abliefern. Und wir fahren nicht hin, um uns hinten hineinzustellen und auf ein Unentschieden zu hoffen.“ 

Beim Favoriten FC Wacker rechnet man mit mindestens 4000 Zuschauern. „Der VIP-Bereich ist seit Tagen ausverkauft und auch im Vorverkauf sind schon so einige Karten weggegangen“, erklärte Wacker-Präsident Hannes Rauch zufrieden. 

Das meistbesuchte Liga-Heimspiel war diese Saison gegen Reichenau (4278 Fans). Heute wird die 40.000-Zuschauer-Marke fallen. Und in puncto Schnitt (3148 Fans) wäre man in der 2. Liga knapp hinter Austria Lustenau auf Platz zwei. 

In einem rauschenden Fußballfest könnte der FC Wacker heute die Vorarlberger in der Fan-Statistik und die Imster in der Rückrundentabelle überholen. Letzteres wäre „unser Anspruch“, wie Sportvorstand Jakob Griesebner betont: „Über allem steht aber das Ziel Aufstieg.“ Mit der einen oder anderen Schützenhilfe könnte der FC Wacker die 2. Liga frühestens am 17. Mai in Schwaz fixieren.

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