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Pressespiegel - 15.05.2026

„Es war ein brutal emotionales Wellental“

Autor: Daniel Suckert, Michael Pipal, Medium: Tiroler Tageszeitung

Der Tiroler Fußball hat sein Traumfinale im Tivoli-Stadion: Am Pfingstmontag treffen die WSG Fohlen auf den FC Wacker Innsbruck. 

Auch knapp fünfzig Minuten nach dem 3:2-Last-Minute-Sieg im Halbfinale des Kerschdorfer Tirol-Cups dröhnte in Volders noch laute Musik aus der WSG-Kabine. Erfolgstrainer Manuel Ludwiger lächelte verständnisvoll: „Unsere junge Truppe hat es sich einfach verdient.“ Der Puls war da bei allen Beteiligten wieder im normalen Bereich. „Es war ein brutal emotionales Wellental. Nach der 2:0-Führung dachte ich kurz ans Finale und dann zeigte sich, wie schnell es im Fußball gehen kann.“ Allerdings in beide Richtungen. Denn nach dem Doppelschlag der Volderer (Jakob Triendl 82., David Haller 84.) ließ Severin Weyrer (95.) in der Nachspielzeit alle WSG-Dämme brechen. 

Emotionen pur am Tivoli 

Und jetzt hat der Tiroler Fußball sein Traumfinale am Innsbrucker Tivoli: FC Wacker gegen die WSG Tirol Juniors. Und auch wenn Trainer Ludwiger den Blick noch nicht so weit nach vorne richten wollte, das Endspiel am Pfingstmontag ließ ihn nicht kalt: „Wir haben so eine junge Truppe und mich freut es für die Jungs einfach, dass wir ohne Druck ins Tivoli fahren können. Wir haben im Finale nichts zu verlieren und sie sollen es einfach genießen.“ Allerdings will der Coach zunächst den Fokus der Regionalliga-Tirol-Truppe auf den Sonntag in Ebbs richten: „Da können wir den Aufstieg fixieren.“ 

Es wäre ein weiteres Erfolgskapitel, das der heurigen WSG-Saison hinzugefügt werden könnte, nachdem in der Bundesliga der Klassenerhalt fixiert wurde und „wir und die U18 jetzt im Endspiel des Tirol-Cups stehen“. 

Dreierpack von Weinzierl 

Bereits am Mittwochabend feierte der „FCW“ ein 7:0-Schützenfest gegen den tt.com-Regionalliga-Tabellenführer St. Johann. Und der Mann des Spiels war dabei erst 18 Jahre alt: Christopher Weinzierl schnürte einen Dreierpack für den schwarz-grünen Westligisten und wurde unter „Standing Ovations“ ausgewechselt. „Dass es heute so gut geklappt hat, freut mich natürlich“, lachte der Flügelflitzer, der nach Spielschluss unzählige Selfie- und Autogrammwünsche der Fans erfüllen musste. Dabei erlebte der ehemalige Akademie-Kicker gerade im Herbst noch eine schwierige Zeit. „Da haben ihn viele schon abgeschrieben. Wir haben aber immer an seine Klasse geglaubt und ihn weiter behutsam aufgebaut“, erzählte Trainer Sebastian Siller, der sich über einen Gala-Auftritt seiner Mannschaft freute. 

Präsident Hannes Rauch ergänzte: „Christopher hat in den vergangenen Wochen einen enormen Entwicklungsschub gemacht. Ich hoffe, er kann seine Unbekümmertheit weiter auf den Platz bringen. Sein Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft.“ 

Und noch während „Sierra Madre“ aus den Lautsprechern tönte, hatte der Stadionsprecher eine weitere Jubelmeldung parat. Auch die Zweier der Wacker-Frauen zog ins Finale ein. „Das macht diesen Tag natürlich doppelt schön“, freute sich Wacker-Sportvorstand Jakob Griesebner.

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