Lange zittern mussten die Wacker-Fans gestern wahrlich nicht: Eine Woche nach dem Aufstieg stürmte der überlegene Westliga-Tabellenführer gestern zu einem 4:3-Heimsieg über Verfolger Kuchl und damit auch vier Runden vor Saisonende zum Meistertitel. Matchwinner war Mittelfeldspieler Mouhamed Sy, der zwei Tore schoss und den Treffer von Geburtstagskind Bright Owusu vorbereitete. Der souveräne Westliga-Erfolg der Truppe von Trainer Sebastian Siller war zudem die perfekte Generalprobe für das Heim-Cup-Finale am Montag gegen die WSG Juniors.
Wofür der Vorverkauf auf Hochtouren läuft. Außergewöhnlich sind die Zahlen: 6000 Tickets hat der FC Wacker bis gestern Abend über seine Online-Plattform (
tickets.wackerinnsbruck.at) verkauft.
Geldregen für Vereine Es ist der größte Finaltag aller Zeiten. „Wir haben Aufzeichnungen seit 50 Jahren. Zweimal – vergangenes Jahr in Tarrenz mit 3000 und 2024 in Kematen mit 2200 hatten wir über 2000 Zuschauer“, verriet TFV-Präsident Josef Geisler. Die sechs Final-Teams (Herren, Damen, U18) dürfen sich auf eine Kulisse freuen, die alle bisherigen Cup-Finals in den Schatten stellt. In Tirol lässt sich diese Nachfrage nach Tickets nur im Tivoli-Stadion befriedigen.
Viele Fans bedeuten hohe Ticket-Einnahmen, 70.000 Euro dürften es mindestens sein. Vielleicht mehr. Sollten noch mehr Fans als die erwarteten 7000 kommen, steuert man auf die 100.000 Euro zu. Wer bekommt wie viel? Wie Adi Stastny, Vorsitzender im TFV-Cup-Komitee verriet, wird folgende Aufteilung zum Tragen kommen: Wenngleich der Gastgeber wesentliche Ausgaben (u. a. Security) hat, staubt FC Wacker den größten Anteil ab.
Wacker bekommt ein Fünftel als Veranstalter und jeweils ein Fünftel gibt es für die beiden Final-Teams – auch bei den Damen steht Wacker im Endspiel. Mit jeweils einem weiteren Fünftel dürfen die Kampfmannschafts-Finalisten WSG und Telfs (Damen) rechnen.
Singer-Festspiele in Reichenau Im Kurier war zu lesen, dass der FC Wacker mit Ex-LASK-Mittelfeldmotor Peter Michorl (aktuell Atromitos Athen) in Verbindung gebracht wird. Zumindest Kontakt soll es nach TT-Informationen tatsächlich bereits gegeben haben. Eine Verpflichtung hätte aber wohl auch seinen Preis.
In der Reichenau drehte sich gestern alles um das Singer-Duo: Jakob Singer schoss beim 4:3-Heimsieg gegen Seekirchen einen Hattrick, Cousin und Winter-Neuzugang Jonathan Singer traf spät zum Sieg. „Ein wildes Spiel“, lächelte ein stolzer Reichenau-Trainer Gernot Glänzer.