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Pressespiegel - 26.05.2026

Gnadenloser FC Wacker vollendete vor 10.288 Fans das Double

Autor: D. Lenninger, M.Pipal, Medium: Tiroler Tageszeitung

Rekordkulisse und Gänsehaut-Alarm im Tivoli-Stadion: FC Wacker holte durch 3:1-Finalsieg über WSG Juniors den ersten Tiroler Cup-Titel. Eine Premiere kam nicht allein – Wacker-Frauen siegten ebenso erstmals wie Ebbs in der U18.

Aufstieg, Meistertitel, Cup-Sieg – binnen neun Tagen räumte der FC Wacker groß ab. Um diesen speziellen Hattrick gestern zu vollenden, hätte sich der FC Wacker kaum angenehmere Rahmenbedingungen aussuchen können, denn das haben die Fans des Tiroler Amateurfußballs noch nie gesehen: Bei hochsommerlichen Temperaturen strömte die Cup-Rekordkulisse von 10.288 Zuschauern ins Tivoli-Stadion. Tiroler Fußballherz, was willst du mehr? 

Der frischgebackene Zweitligist stürmte im eigenen Wohnzimmer mit einem 3:1-Sieg über die WSG Tirol Juniors zum Double. Gemäß offiziellen Statistiken war damit der erste Tiroler Cup-Titel perfekt. 

Die Wacker-Fans brachten ihre Nordtribüne zum Beben, für die Gäste mussten sich die fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff derweil höchst grausam angefühlt haben. Hätte sich irgendwo ein Loch geöffnet – ein paar Wattener wären wohl hineingesprungen. 

Warum? Weil die blutjunge Wattener Truppe von Trainer Manuel Ludwiger („Bis dahin waren wir tonangebend“) ohne Jungprofis (nicht spielberechtigt) bis zu diesem Zeitpunkt wacker mithielt und durch einen Ganz-Kopfball und einen Hupfauf-Weitschuss aussichtsreiche Chancen auf die Führung hatte. Um dann in wenigen Szenen den Stecker gezogen zu bekommen. 

Kurzer Prozess 

Erst verwertete Adrian Lechl für den immer stärker werdenden Wacker einen strittigen Hand-Elfmeter (42.): Wurde der Wattener Simon Wieser von einem eigenen Mitspieler angeschossen? Zuletzt gab es für eine ähnliche Szene beim Champions-League-Halbfinale zwischen FC Bayern und Paris Saint-Germain keinen Elfmeter. Unmittelbar darauf köpfelte Florian Kopp (nach Tekir-Freistoß) zur Vorentscheidung ein (44.). Das 3:0 durch Tekir war die Krönung von fünf gnadenlosen Minuten (45.+1). Per Kopf konnte Daniel Siess nur noch auf 1:3 verkürzen (61.). „Zu Beginn hat man gemerkt, dass es für uns etwas zu verlieren gibt. Dann haben wir unseren Matchplan gut umsetzen können. Es war ein richtig cooles Event für den Tiroler Fußball“, war Wacker-Coach Sebastian Siller stolz. 

Und nach dem Finaltag feierten gleich zwei Wacker-Teams gemeinsam, denn bereits im Vorspiel war die Zweitvertretung der Wacker-Damen euphorisch auf die Nordtribüne zugelaufen. Um zur Welle anzusetzen, vor zu diesem Zeitpunkt bereits knapp 3000 Zuschauern Gänsehaut-Momente zu erleben und den hochverdienten 4:0-Finalsieg über Telfs zu bejubeln. Für den unterlegenen Landesligisten war es schon ein riesiger Erfolg, überhaupt im Finale zu stehen. Trotz einer starken Telfs-Torfrau Stephanie Loretz setzte sich der Favorit aus der Tirol Liga letztlich souverän durch. „Es ist unglaublich, was wir erreicht haben. Wir werden alle noch brauchen, um das zu realisieren“, jubelte Torschützin Nina Fitoussi-Hoffmann. 

Und auch beim U18-Sieger SK Ebbs strahlte man mit der Sonne um die Wette: „Dieser Tag bei diesem Ambiente im Tivoli-Stadion war eine Sensation, den die Jungs und ich garantiert nie vergessen werden“, freute sich der siegreiche Trainer Josef Pfister nach dem knappen 1:0-Erfolg gegen die WSG Tirol über eine weitere Bestätigung der seit Jahren starken Nachwuchsarbeit. Für Goldtorschütze Noa Komadina (35.) zahlte sich der harte Kampf aus: „Die Hitze war mit ein paar Kühlpacks schon zu überwinden.“ Nur die Schule am heutigen Dienstag durchkreuzte die gestrigen Party-Pläne ...

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