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Pressespiegel - 26.05.2026

Ein Fehlpfiff leitete den schwarzgrünen Triumph ein

Autor: M. Taxer/G.Gsellmann, Medium: Kronen Zeitung

Ein Cup-Finale auf Augenhöhe wurde durch Schiri Pfister in eine Richtung gelenkt – aber Wackers 3:1 über WSG Tirol Juniors war am Ende verdient!

Schöner und emotionaler konnten die Rahmenbedingungen gestern nicht sein: Traumwetter bei gut 30 Grad Celsius, 10.288 (!) Fans auf den Tribünen des Tivolis. 
Eine solche Atmosphäre hatte es bei einem Cup-Endspiel in der Tiroler Geschichte noch nie gegeben! 

Doch die beiden Erzrivalen konnten zu Beginn die Erwartungen auf dem Grün nicht ganz erfüllen. Außer einem Kopfball von Felipe Ganz, den ein Innsbrucker Verteidiger von der Linie kratzte (7.), wurde nicht viel Prickelndes kredenzt. 

Nach der ersten Trinkpause (23.) aber wurde es munterer – und doch benötigte Favorit und Hausherr Wacker die Hilfe von Schiedsrichter Daniel Pfister: Nachdem Bedianashvili seinem Mitspieler Wieser im Strafraum an die Hand schoss, gab der Unparteiische Elfer! Falsch! Man erinnere sich nur an das Champions-League-Halbfinale Bayern gegen Paris: Ein Hand wegen eines eigenen Teamkollegen ist kein Strafvergehen – zumal das Leder ins Seitenaus gegangen wäre . . . Adrian Lechl war’s egal – auch wenn er Riesenglück hatte. Denn WSG-Keeper Kirchebner war dran, der Ball kullerte in Zeitlupe über die Linie (41./1:0). 

Damit waren die „verrückten fünf Minuten“ aber eingeläutet: Kopp per Kopf (44.) und Tekir aus kurzer Distanz (45.+1) sorgten für klare Verhältnisse. Und stellten damit eine Partie, die zuvor zwischen dem Zweitliga-Aufsteiger und Neo-Arlbergligist auf Augenhöhe war, auf den Kopf. 

„Man hat bei meiner Mannschaft schon gesehen, dass es um was geht“, war Wackers Coach Sebastian Siller glücklich, „aber nach gut 30 Minuten war die Nervosität weg, kamen wir besser rein. Die Viertelstunde vor der Pause war entscheidend.“ 

Auch wenn Daniel Siess nach einer Zoidl-Flanke per Hinterkopf wunderschön unter die Latte traf – der Cup-Fight wurde nicht nochmals spannend. Zu sehr kontrollierten die Innsbrucker das Geschehen, hatten im Konter die ein oder andere Großchance. 

Mit dem Double (Westliga-Meister und TFV-Cup) kann sich Wacker ab sofort dem neuen Kapitel im Profigeschäft widmen. 

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