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Pressespiegel - 28.05.2026

Landesliga-Aufstockung wegen Wacker-Amateuren

Autor: Daniel Lenninger, Medium: Tiroler Tageszeitung

ÖFB-Bestimmung erlaubt FC Wacker, mit „Zweier-Team“ in fünfter statt siebter Liga zu spielen. Das ändert das Aufstiegsszenario im Unterhaus.

Der FC Wacker steigt als Meister der Fußball-Westliga in die 2. Liga auf, die Juniors kämpfen als Leader in der 1. Klasse West um den Titel. Der Aufstieg in die nach der Ligen-Reform benannten 1. Gebietsliga West (7. Liga) ist schon fix. 

Ein Zweitligist hat aber gemäß ÖFB-Bestimmungen das Recht, ein Amateurteam zu gründen, sofern das bis zum 30. April beantragt wird. Es lässt sich durchaus argumentieren, dass sich „Zweier-Teams“ einen Aufstieg erst verdienen müssen. Der FC Wacker macht aber nur das, was ihm zusteht. Und in den Paragraphen ist sogar folgende Empfehlung zu finden: „Diese (Amateurmannschaft, Anm.) soll in der zweithöchsten Leistungsstufe des Landesverbandes spielen.“ 

Das bedeutete aber von Beginn weg, dass die Amateure gleich zwei Leistungsstufen höher eingeordnet werden müssten als die Juniors spielen würden. Ein diesbezüglicher Antrag des FC Wacker ging beim TFV ein. Der Verband kam in der Präsidiumssitzung zu folgendem Beschluss: Die Amateure des FC Wacker werden in die fünfte Leistungsstufe (1. Landesliga) eingeteilt. Die Juniors werden zurückgezogen und in der 1. Klasse mit Saisonende ans Tabellenende gereiht. Die Crux: Für die Amateure musste im Ligen-System erst Platz geschaffen werden. 

Eine Möglichkeit war: weniger Aufsteiger. Das hätte aber wohl den einen oder anderen vor den Kopf gestoßen, zumal man seit Wochen davon ausgeht, dass aus den Landesligen, Gebietsligen und 1. Klassen jeweils die besten neun Teams sowie der bessere Zehnte im West-Ost-Vergleich aufsteigen. 

Die TFV-Lösung wenige Wochen vor Saisonende? Eine ohne Verlierer. „Mannschaften, die aktuell für einen Aufstieg qualifiziert sind, werden auch nach der Neuregelung aufsteigen. Es entstehen keine sportlichen oder organisatorischen Nachteile“, teilte man mit. Nun steigen in allen Landesligen, Gebietsligen und 1. Klassen jeweils zehn Teams auf. 

Dafür wird die Gesamtzahl der Teams der 1. Landesliga von 28 auf 30 Teams erhöht. In dieser Liga (West, Ost) spielt man mit jeweils 15 statt 14 Teams, in der darauffolgenden Saison aber wieder mit 14 Teams. 

Aus Sicht des Verbandes lag die Schwierigkeit darin, eine Entscheidung erst nach dem Aufstieg des FC Wacker treffen zu können. Für die Zukunft lässt sich vielleicht darüber nachdenken, Anträge mit möglicherweise großen Auswirkungen direkt nach Einlangen öffentlich zu machen. Damit wäre noch mehr Transparenz gewährleistet. Der Verband hätte sich sicher auch nicht dafür erklären müssen, die Liga nicht aufzustocken und einen Tabellenzehnten wegen neuer Erkenntnisse doch nicht aufsteigen zu lassen. Es bleibt eine Lösung im Sinne aller Vereine.

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