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Pressespiegel - 15.06.2026

Jetzt wird das Unterhaus umgekrempelt

Autor: dale, pim, lex, t.w., tomi, a.m., dsp, Medium: Tiroler Tageszeitung

Hinter dem Tiroler Amateurfußball liegt eine Aufsteiger-Flut und ein Cup-Finale mit wahrer Rekordkulisse. Nun bekommt das Ligen-System mit einer umfassenden Reform einen neuen Anstrich – Derbys stehen im Fokus.

Das sind sie also, die 16 Meisterinnen und Meister. Hinter jedem einzelnen Erfolg steckt eine Geschichte. Fassungslosigkeit riefen die Schicksalsschläge in Rum und Zams hervor, wo das runde Leder nach tragischen Todesfällen in den Hintergrund rückte. 

Ansonsten war mit Favoriten-Erfolgen (FC Wacker, Absam), Premieren (Alpbachtal), Durchmärschen (Nordkette) oder beendeten Durststrecken (WSG Juniors, Jenbach) die ganze Bandbreite an Emotionen dabei. Der erste Meister war Oberndorf, zum Schluss jubelten gestern die Kickerinnen der SPG Oberland. Mit Sebastian Bachler (63) und Anika Vossen (54) stellte dieses Duo auch Torkönig und Torkönigin. 

Titel gab es nur 16, Aufstiege so viele wie noch nie: 72 Teams durften jubeln. Sofern man wegen der bevorstehenden Ligen-Reform von einem Aufstieg sprechen kann. 

Alles neu macht der Sommer 

Wenn im August der Anpfiff zur neuen Saison erfolgt, wird das Unterhaus nicht wiederzuerkennen sein. Von der Bundesliga bis zur letzten Tiroler Spielklasse sind es nur noch acht statt zehn Leistungsstufen. Die Ligen heißen dann Regionalliga West, tt.com Tiroler Liga, 1. Landesliga, 2. Landesliga, 1. Gebietsliga und 2. Gebietsliga. 

Und weil es nur noch eine tirolweite Liga gibt und die Gebietsligen aus vier Unterteilungen bestehen, darf man sich auf mehr Derbys freuen. Wenngleich die Umsetzung (keine Aufsteiger in Bezirksligen und 2. Klassen) auch Kritik auslöste, wird die Reform überwiegend positiv betrachtet. Wichtig: Absteiger – ohne sie war in vielen Ligen am Ende die Luft draußen – sind dann auch wieder die Regel. Ziehen lassen muss man den FC Wacker – die Schwarz-Grünen lockten über 10.000 Fans zum Cup-Finale. Sofern es noch eines Beweises bedurfte: Der Tiroler Fußball lebt!

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