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Pressespiegel - 08.07.2026

Mehr als nur Partner: Alles USA beim Wacker

Autor: pn, Medium: Tiroler Tageszeitung

US-Investor hat heuer 99 Prozent der Anteile an ausgelagerter Profi-Abteilung und wirtschaftlich zentraler Marketing-Gesellschaft übernommen.

„Unsere Partnerschaft mit dem FC Wacker Innsbruck ist langfristig angelegt. Wir sind überzeugt vom Potenzial des Vereins, seiner einzigartigen Tradition und den außergewöhnlichen Fans“, teilte der Los Angeles Football Club (LAFC) in der Vorwoche mit. Seit 2023 fungiert er beim Zweitligisten nicht nur als Kooperationspartner, sondern auch als Hauptfinanzier. Seit dem Frühjahr ist LAFC mehr als nur ein Partner, sondern mit der für die Bundesliga ausgelagerten Profi-Gesellschaft bzw. der ebenfalls gegründeten Marketing-Gesellschaft gesellschaftsrechtlich verschränkt. 

Zwei Gesellschaften gegründet 

Sowohl in der „Schwarz-Grün Sport GmbH“ als auch in der „Schwarz-Grün Marketing GmbH“ besitzt der US-Investor 99 Prozent der Anteile. Ein Prozent hält Wacker Innsbruck. Der Verein hat den Sport-Teilbetrieb „1. Herrenmannschaft“ in die Gesellschaft eingebracht. 

Vereinspräsident Hannes Rauch agiert als einer von drei Geschäftsführern in der „Schwarz-Grün Marketing GmbH“. Sie ist das finanzielle und wirtschaftliche Herzstück für den Verein sowie die Profi-Mannschaft. Hier fließen sozusagen die Millionen von LAFC, über die Marketing GmbH werden generell die Einnahmen lukriert. Als Gegenstand der Sport-Gesellschaft wird u. a. der Betrieb einer oder mehrerer Fußballmannschaften, der Erwerb, die Verwaltung und die Verwertung von Transferrechten an Fußballspielern genannt. 

„Ein normaler Vorgang“ 

Wacker-Präsident Rauch spricht gegenüber der TT von einem normalen Vorgang. „Klar ist natürlich, dass LAFC als Hauptinvestor wirtschaftlich das Sagen hat. Aber das war auch bereits jetzt der Fall.“ In der Sport GmbH gelte hingegen die „50 + 1“-Regel. Das heißt: Die Mehrheit der Stimmrechte an einer Kapitalgesellschaft – also 50 Prozent plus eine Stimme – liegen beim Mutterverein, obwohl Wacker Innsbruck 99 Prozent seiner Kapitalanteile an LAFC verkauft hat. 

Einmal mehr unterstreicht Hannes Rauch, dass Wacker Innsbruck als Mitgliederverein davon unberührt bleibt. Wie viel trägt der US-Sponsor zum heurigen Zweitliga-Budget über sechs Millionen Euro bei? Hier gibt sich Rauch bedeckt, aber 2,5 bis drei Millionen Euro dürften es schon sein.

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